Lebensraum
Verbreitet ist die Kegelrobbe hauptsächlich in subarktischen bis kalt-temperierten, felsenreichen Küstengebieten des Nordatlantiks, von der
kanadischen Küste über Island, Großbritannien und Irland sowie das europäische Festland bis hin zur russischen Kola-Halbinsel. In der deutschen Ostsee taucht sie seit 2005 immer häufiger auf und seitdem ist klar, dass Kegelrobben sich bei uns wieder ansiedeln. Im Greifswalder Bodden, in den Gewässern um Rügen, Usedom und Darß, leben sie mittlerweile ganzjährig. Die Bestandsdichte ist allerdings noch klein.
Die Tiere unternehmen keine größeren Wanderungen, von gelegentlichen Streifzügen einzelner Jungtiere abgesehen. Liegen sie nicht an Land, treiben sie sich irgendwo weit verstreut in ihrem Verbreitungsgebiet herum. Als opportunistische Räuber jagen die Kegelrobben das, was sich gerade am leichtesten schnappen lässt, und ernähren sich somit überwiegend von Fisch, wie zum Beispiel Dorsch, Scholle, Lachs, Tintenfisch, Flunder, Kabeljau, Hering und Plattfischen, aber auch von Krebs- und Weichtieren wie Garnelen und Schnecken. Angriffe auf Seehunde und junge Schweinswale kommen ebenso vor. Etwa sechs Kilogramm Nahrung benötigt eine ausgewachsene Robbe pro Tag.
Vor allem in den hochsensiblen Lebensphasen (Fortpflanzung, Fellwechsel) sollten die Tiere unbedingt ungestört bleiben. Andernfalls könnten sie von ihren Liegeplätzen vertrieben werden.