Bedrohungen
Neben natürlichen Fressfeinden, wie z. B. der Fuchs oder Uhu, haben Igel vor allem mit Bedrohungen durch uns Menschen zu kämpfen. Ihr Lebensraum wird mehr und mehr eingeengt und es fehlt ihnen an Nahrung und Verstecken in modern gestalteten Gärten und Grünanlagen.
Intensivierte Landwirtschaft
Durch die Monokulturen der intensivierten und industriellen Landwirtschaft, gibt es für den Igel kaum mehr Rückzugsmöglichkeiten oder Nahrung. Die Felder werden immer größer, schwere Maschinen beackern riesige zusammenhängende Flächen. Hecken, Grünstreifen oder Feldgehölze verschwinden mehr und mehr, überlebenswichtige Strukturen für Wildtiere wie auch den Igel. Daher haben sie sich in die Siedlungsgebiete zurückgezogen, denn dort finden sie meist bessere Bedingungen als in der ausgelaugten Agrarlandschaft.
Straßenverkehr
Straßen zerschneiden den Lebensraum der Igel, aber auch Zäune oder Mauern machen ihnen das Leben schwer. Werden auf diese Weise Populationen künstlich eingeengt, wirkt sich dies negativ auf das Genmaterial und das Überleben der Art aus. Allein dem Straßenverkehr fallen jährlich eine halbe Million Igel zum Opfer.
Moderne Infrastruktur
Wie bereits zuvor beschrieben, helfen naturnahe Gärten dem Igel ungemein. Dennoch sind weiter triste Steingärten auf dem Vormarsch, da man vermeintlich keine Arbeit damit hat. Auch getrimmtes Einheitsgrün nimmt unseren Wildtieren den Lebensraum und die Nahrungsgrundlage. Der Einsatz von chemischen Pestiziden oder Insektiziden sind schädlich für Igel, da sie die damit belasteten Tier wie beispielswiese Schnecken fressen und somit selbst vergiftet werden.
Wenn Sie als Gartenbesitzer Ihren Garten naturwild wachsen lassen, so machen Sie das Leben unserer heimischen Igel und das von unzähligen anderen Wildtieren um ein Vielfaches leichter. Jede ausgestreute Wildsamenmischung und jeder liegen gelassene Laubhaufen zählt - zum Schutz der Natur und unserer eigenen Zukunft!