Merkmale [&] Sinne
Die pelzigen Langohren sind durchweg perfekt an ihr Leben als Fluchttier angepasst. Sie sind „Bewegungsseher“: das heißt, ihre Augen haben sich darauf spezialisiert, Bewegungen besonders gut ausmachen zu können. Obwohl sie kurzsichtig sind, haben sie durch die seitlich angelegten Augen ein Blickfeld von nahezu 360 Grad. Feldhasen haben jedoch noch viele weitere faszinierende Eigenschaften, damit sie sich entweder schnell aus dem Staub machen können oder erst gar nicht bemerkt werden.
Fell
Das Fell des Feldhasen setzt sich aus einer sehr feinen Unterwolle und einer festeren, dickeren Grannenbehaarung zusammen. An der Oberseite ist es braungelb, während es an den Körperseiten eine rostrote Färbung mit schwarzen Spitzen aufweist. Am Bauch ist das Fell cremeweiß, an Hals, Kopf, Brust und Beinen hellbraun. Die Ohren sind blassgrau mit einer schwarz gefärbten Spitze. Die Schwanzunterseite ist weiß. Im Winter weist das Fell eine hellere Färbung auf, damit der Feldhase optisch noch besser an seine Umgebung angepasst ist.
Meisterhaft getarnt
Die Fellfarbe hilft dem Feldhasen besonders in Gefahrensituationen. Durch sie wird er, wenn er regungslos und mit angelegten Ohren in seiner Sasse liegt, nahezu unsichtbar. Zudem nimmt das Langohr jede noch so kleine Bodenerschütterung wahr und weiß genau, wenn sich die Bedrohung nähert. Der Hase bleibt möglichst lange in seinem Versteck, bis er dann plötzlich abrupt aufspringt und flüchtet.
Hinterläufe
Bei der Flucht helfen dem Feldhasen seine extrem langen Hinterläufe, mit denen er Höchstgeschwindigkeiten von über 70 Kilometern pro Stunde erreicht. Seine Sprünge können dabei bis zu drei Meter weit und zwei Meter hoch sein. Wechselt er dann noch abrupt die Richtung („Haken schlagen“), kann er nahezu immer entkommen. Kaum vorstellbar, wenn man bedenkt, wie ungelenk und langsam das Langohr beim entspannten „Hoppeln“ aussieht.