Äskulapnatter
Die Äskulapnatter (Elaphe longissima) ist in Deutschland sehr selten geworden. Sie ist hierzulande nur noch im Rheingau, an der unteren Salzach in Burghausen, im südlichen Odenwald oder an der Donau zu finden. Als Lebensraum bevorzugt die tagaktive Schlange unter anderem Steinbrüche, Weinberge sowie lichte, sonnige Waldgebiete mit Wassernähe.
Die Äskulapnatter kann bis zu 1,60 Meter lang werden und weist ein sehr vielfältiges Farbspektrum auf. Die Färbung der Oberseite der Natter reicht von braun, olivgrün über graubraun bis hin zu grauschwarz, während die Unterseite eher weiß oder grüngelb ist. Da die Schuppen der Natter weiße Ränder haben, verleihen sie ihr ein weißes Fleckenmuster.
Als Nahrung bevorzugt die ungiftige Würgeschlange Kleinsäuger, Eidechsen, Vögel und deren Eier. Um an diese heranzukommen, schlängelt sie sich sogar auf Bäume. Wie der Begriff Würgeschlange schon vermuten lässt, werden größere Beutetiere durch Erwürgen getötet, bevor sie verschlungen werden.
Während die Schlangen (alle sieben Arten) den Winter in Deutschland über in Baumstümpfen, zwischen Felsblöcken und in Erdhöhlen verbringen und erst ab 8°C (Männchen) oder 12°C (Weibchen) wieder zum Vorschein kommen, wird während der Sommermonate für den Nachwuchs gesorgt. Eine weibliche Äskulapnatter legt etwa im Juli fünf bis zehn Eier ab, aus denen nach rund 60 Tagen die Jungen schlüpfen.
Die Äskulapnatter, die bis zu 30 Jahre alt werden kann, ist das Wappentier der Ärzte und Apotheker. Bereits im alten Griechenland umschlang sie den Stab des Gottes der Heilkunst Asklepios – den Äskulapstab!