Merkmale
Der Dachs besitzt einen kompakten, gedrungenen Körperbau mit einem schlanken Kopf, eine lange Schnauze und starken Pfoten zum Graben. Die Krallen sind nach unten gebogen. Männchen und Weibchen unterscheiden sich nicht durch die Fellzeichnung, Weibchen sind jedoch generell etwas schlanker gebaut, während die Männchen schwerer sind und auch der Schädel breiter und runder ist.
Fell
Die Oberseite des Dachsfells weist eine silbrig-graue Färbung auf, mit bis zu zwölf Zentimeter langen gelblichen Grannenhaaren. Die Behaarung der Unterseite und Beine ist schwarz und deutlich kürzer. Am Bauch selbst hat der Dachs auffällig wenig Fell. Besonders markant ist seine charakteristische Gesichtsmaske: Während Kopf und Hals weiß sind, verlaufen oberhalb der beiden Mundwinkel zwei breiter werdende schwarze Streifen über die Augen und Ohren hinweg bis zum Nacken. Am Rand sind die Ohren zusätzlich weiß gefärbt.
Kopf
Im Gegensatz zu seinem gedrungenen Körper hat der Dachs einen eher gestreckten Schädel. Seine rüsselartige Schnauze spürt die Nahrung auf und ist robust genug, um Würmer und Insekten aus dem Erdreich heraus zu fressen. Auf dem Schädelknochen ist ein bis zu 16 Zentimeter langer Scheitelkamm, der mit zunehmendem Alter weiterwächst. Daran sind die kräftigen Beißmuskeln angesetzt. Bei besonders starken Männchen kann der Durchmesser der Halsmuskeln den des Schädels übertreffen.
Analdrüsen
Zwischen Schwanzwurzel und Anus befindet sich beim Dachs (wie bei anderen Mardern auch) eine zwei bis sechs Zentimeter tiefe und breite Subkaudaldrüse (Duftdrüse). Mit dem darin enthaltenen Sekret markieren die Dachse Territoriumsgrenzen, Materialien in Baunähe und auch Artgenossen. Forscher gehen davon aus, dass mit diesem Duft Informationen über die Gruppenzugehörigkeit der Tiere übermittelt werden.